Wie können wir ein Internet „bauen“,
– das allen Menschen kostenlosen und gleichberechtigten Zugang bietet? (Stichworte: Digital Divide, Digital Gender Gap)
– in dem keine Ausbeutung, Diskriminierung und Gewalt passiert? (Stichpunkte: Algorithmen und Daten, Rohstoff-Abbau und -verbrauch, Content Moderation, Click Work, unbezahlte Arbeit)
– das nicht der Überwachung, Manipulation oder Desinformation dient, sondern ein friedvolles, gleichberechtigtes und gutes Zusammen-Leben aller Menschen weltweit unterstützt?
– Und das den sorgsamen Umgang mit dem Planeten (auch im Sinne der Reparatur und Wiedergutmachung des bereits entstandenen Schadens) gewährleistet? (Stichworte: Ressourcen-Verbrauch, Verschmutzung, Nachhaltigkeit)
Hier findest du Links zu einigen Projekten, die in diesem Sinne arbeiten und Vorschläge machen:
Ein Internet für alle – feministische Perspektiven:
- Die „Feministischen Prinzipien des Internets“ umfassen 18 Vorschläge, wie das Internet als Internet für Alle gestaltet werden kann. In den Prinzipien geht es um Fragen rund um 1. Zugang, Design, Ökonomie und Ökologie, 2. Verkörperung/Embodiment, Digitale Gewalt und Selbstverteidigung und 3. Soziale Bewegungen und Partizipation in Öffentlichkeiten.
- Building a Feminist Internet war eine Tagung des Gunda-Werner-Instituts (GWI) der Heinrich-Böll-Stiftung (2018), auf der viele Anregungen für ein feministisches Internets vorgestellt wurden.
Denn: „Grundsätzlich gilt: Das Internet und seine Technologien sind ein Spiegel der gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsstrukturen, (…es) sollte für ein Internet gekämpft werden, das inklusiv, bezahlbar und vor allem nutzbar ist im Streit für ein gerechtes und gewaltfreies Miteinander.“ - Netzforma* e.V. ist ein Verein für feministische Netzpolitik. Expert*innen und Aktivist*innen aus diversen Zusammenhängen entwickeln gemeinsam feministische Perspektiven auf netzpolitische Themen, so z.B. auf Künstliche Intelligenz, Überwachung und Digitale Gewalt.
- Das SUPERRRR Netzwerk für feministische Digitalpolitik fragt im Februar 2026 „Was ein sicheres Netz für uns bedeutet“
- Auch das Missy Magazine (03/20) beschäftigt sich mit einem feministischen Internet für Alle: in Interviews mit Aktivist*in hvale vale: „Internet neu starten“
und Expert*innen Dalia Othman, Tabita Rezaire und Fiona Krakenbürger: „Upload Utopie“
Coding, Design & Hacking
- Heart of Code ist ein Hackspace für FLINTA (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) in Berlin.
- Coding like a Girl – ist ein interaktives „arcade Videospiel“ von AlJazeera zu Women* in Computing (englischsprachig).
- I am the CODE (Ich bin der Code/Ich bin der Schlüssel) in Kenia bietet technische Ausbildung für junge Frauen* und Mädchen* z.B. im Programmieren. Hier findet ihr ein Interview mit Lady Mariéme Jamme und Chelia Rose Clement zur Entstehungsgeschichte und Arbeit des Projekts (vom März 2026): „Ich möchte, dass eine Million Mädchen Programmieren lernen“
Auf ihrer Website schreiben sie: „iamtheCODE is the first African-led global movement to mobilize governments, the private sector, philanthropic foundations, investors and civil society to advance STEAMD (Science, Technology, Engineering, Arts, Mathematics and Design) education. Its goal is to mobilize these groups to invest in future technologies that can drive sustainable development for women and girls in marginalized communities.“