Mein Arbeits- und Forschungsschwerpunkt liegt an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit, Politischer und Kultureller Bildung – mit einem Fokus auf Kreatives Schreiben im Kontext von Globalisierung und Digitalisierung. Dabei sind mir diskriminierungskritische, menschenrechtsorientierte und dekolonisierende Perspektiven wichtig.
Als weiße, ablebodied Cis-Frau (Pronomen sie/ihr) mit deutschem Pass habe ich an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft und an der Alice Salomon Hochschule Berlin Biografisches und Kreatives Schreiben studiert. Mehr dazu hier.
Mein Aufwachsen in einer ländlichen Gegend in der BRD der 1970ern und 80er Jahren, mit einem deutschen Vater, der einen Hochschulabschluss hat und einer dänischen Mutter aus einer bäuerlichen Familie und „ohne Abitur“ (wie sie selbst gerne klar stellt), hat mich früh für Machtverhältnisse sensibilisiert, so z.B. für (Hetero-)Sexismus und Klassismus. Die Erzählungen meiner Eltern über ihre Zeit als „Freiwillige“ im postkolonialen Kenya Ende der 1960er Jahre und Freund*innenschaften mit Kindern, die in unserer Gesellschaft behindert werden, haben mir geholfen, ein Gefühl für Rassismus und Ableismus zu entwickeln.
Mit der Reflexion meiner eigenen verinnerlichten Normen, Stereotype und un-/bewussten diskriminierenden Verhaltensweisen habe ich erst im Studium begonnen und dies im Rahmen einer Ausbildung zur Social Justice und Diversity Trainerin vertieft. In dieser Hinsicht werde ich natürlich stets Lernende bleiben und danke meinen Freund*innen und Kolleg*innen für all die wichtigen Impulse, die sie mir immer wieder geben.
Mir ist bewusst, dass meine hier skizzierten Privilegien mir viele Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Und es ist mir wichtig, diese – im Sinne eines „Powersharings“ – mit anderen Personen in de-privilegierten Positionen zu teilen und mich im Rahmen meiner beruflichen und politischen Aktivitäten, für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen. Seit 1991 bin ich in Berlin in diversen feministischen und rassismuskritischen Gruppen (außerhalb und innerhalb der Hochschule) aktiv, so u.a. im FrauenLesbenFilmCollectif (1997-2002), dessen Arbeit mit cooperativa film weiter geführt wird.
Von Januar 2018 bis Dezember 2021 wurde meine kooperative Promotion im Rahmen des BCP-geförderten DiGiTal-Programms gefördert. Derzeit bin ich Lehrbeauftragte an der ASH Berlin.